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gandra
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Die Arbeit mit Fibonacci-Retracements

on Sat Jun 27, 2015 11:25 pm
Fibonacci-Retracements sind eines der beliebtesten Werkzeuge, um Trend-korrekturen und Trendumkehren auseinander zu halten. Sie bieten darüber hinaus Möglichkeiten für die Kurszielanalyse.
Leonardo da Pisa, kurz Fibonacci, hat im Jahre 1202 die nach ihm benannte Zahlenreihe entdeckt. Sie wird dadurch gebildet, dass die folgende Zahl im-mer die Summe der beiden vorausgegangenen Zahlen bildet (1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89 usw.).

Dividiert man jetzt die letzte Zahl der Reihe durch ihren Vorgänger, so kommt man in fortschreitender Reihe der irrationalen Zahl Phi Φ (rund 1,618) asymptotisch immer näher. Umgedreht – wird der Vorgänger durch den Nachfolger geteilt, nähert man sich der Zahl 0,618, der griechischen Zahl Psi Ψ.
Die Fibonacci-Zahlenreihe ist in Natur und Kunst als der „Goldene Schnitt“ bekannt. Ralph Nelson Elliott hat auf der Grundlage der Fibonacci-Zahlen in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts seine Elliot-Wellen-Theorie entwi-ckelt.

Mit Hilfe der Fibonacci-Zahlen werden in der Handelspraxis mögliche Kor-rekturniveaus nach einem Bewegungsimpuls berechnet. Die o. g. Zahlen für Minimal-, Normal- und Maximalkorrektur nach Wagner basieren hierauf .

Die Berechnung ist einfach und wird von jeder standardisierten Chartsoftware angeboten: Der Bewegungsimpuls wird gleich 100% gesetzt. Die Korrekturni-veaus sind dann Quotienten aus einer Fibonacci-Zahl und der in der Zahlen-reihe folgenden nächsten, übernächsten, über-übernächsten usw. Zahl. Es entstehen, in Prozent ausgedrückt, Korrektur-Niveaus bei 14,6%, 23,6%, 38,2%, 50%, 61,8% und 76,4%.

Praktisch ist bei einer Bewegung in diese Richtung bis zu diesen Prozentmar-ken mit einer Störung der Impulsdynamik zu rechnen – die Korrektur kann dort verharren, die ursprüngliche Trendrichtung wieder aufgenommen wer-den oder, falls sie sich fortsetzt, zügig bis zum nächsten Fibonacci-Niveau wei-tergehen.
Will man die Fibonacci-Zahlen zur Kurszielbestimmung nutzen, so werden hier die Zahlen 123,6%, 138,2% und 161,8% des ursprünglichen Bewegungs-impulses gern als Zielmarken genutzt. Diese so genannten Fibonacci-Extensionen lassen sich auch intraday anwenden.
Weitere Möglichkeiten der Anwendung der Fibonacci-Zahlenreihe sind die Fibonacci-Fans (Fibonacci-Fächer) und die Fibonacci-Zeitreihe.

Der German30 im Tageschart mit eingezeichneten Fibonacci-Retracements. Sichtbar ist, dass nach der heftigen Aufwärtsbewegung, die am 10. März 2009 begann, die Ge-genbewegung bis auf das Niveau der Minimalkorrektur bei 61,8% des ursprünglichen Aufwärtsimpulses lief. Dort konsolidierte der Kurs mehrere Tage, bevor er am 13. Juli unter dem Tief des Vortages eröffnete. Statt nun aber zu fallen, führte eine zügige Be-wegung aufwärts innerhalb von neun Tagen fast bis an das Jahreshoch heran.


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